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Seit fast vier Jahren betreiben Manfred Heidemann und seine Freunde unter dem Schirm der Inneren Mission auf dem Münchner Gelände der Bayernkaserne die „Radlwerkstatt“ für Flüchtlinge.

Wir, das sind Mitglieder von KESS und dem Bouleverein "Münchener Kugelwurfunion MKWU.e.V.", die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Flüchtlinge ehrenamtlich unmittelbar zu unterstützen.


Begonnen hat unsere Tätigkeit auf Bitten der Inneren Mission, ein Projekt mit Fahrrädern für die minderjährigen Flüchtlinge ohne Erwachsenenbegleitung auf dem Gelände zu starten.

Inzwischen haben wir mehr als 2000 Räder repariert und an Flüchtlinge weitergegeben.

Wir geben auch jugendlichen Flüchtlingen die Möglichkeit unter unserer Anleitung gemeinsam reparaturbedürftige Fahrräder verkehrssicher herzurichten. Die Fahrräder können dann von den Jugendlichen genutzt werden.

Außerdem verteilen wir regelmäßig Fahrräder an Familien mit Kindern. 


Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind durch die MVV Fahrpreise von derzeit 5.-€ / Person für eine Fahrt (Bayernkaserne - Zentrum und zurück) für die Asylbewerber nicht zu finanzieren. Jugendliche und Erwachsene gewinnen durch ein Rad an Bewegungsfreiheit, können besser am öffentlichen Leben teilnehmen und verlieren wenigstens etwas am Gefühl der "abgelegenen Kasernierung".

Der Andrang vor der „Radlwerkstatt“ ist daher, insbesondere derzeit durch den immensen Flüchtlingsstrom, gewaltig.

Es freut uns auch sehr, mit welcher Lebensfreude sich gerade auch die Kinder tagtäglich auf ihren "neuen" Rädern schon innerhalb des Geländes bewegen.


Wir haben ein Pfandsystem eingeführt. 

Jeder Erwerber hinterlegt je nach Zustand des Fahrrades einen Betrag zwischen 5 und 15 Euro, der sich an dem Zustand des Rades orientiert. Er erhält nach Vorlage seines Ausweises eine Quittung mit den genauen Daten des Fahrrades.

Wenn das Fahrrad im Falle eines Wechsels, eines Transfers oder aus sonstigen Gründen an die „Radlwerkstatt“ zurückgeht, wird der Pfandbetrag gegen Vorlage der Quittung erstattet.

Die Fahrräder erhalten wir von Spendern, z.B. von der Stadt München aus U-Bahn Säuberungsmaßnahmen, der Münchener Flüchtlingshilfe, der GEWOFAG (größter Münchner Vermieter mit über 35000 Wohneinheiten) und aus privaten Haushalten. Die Räder werden also nicht wie sonst vielleicht üblich weggeworfen, sondern mit unserer Hilfe wieder nutzbar gemacht.


An fast allen gespendeten Fahrrädern müssen wir zuerst die Verkehrstüchtigkeit wieder herstellen. Viele der Reifen und Schläuche sind kaputt und müssen geflickt oder ersetzt werden. Daher haben wir ein enormen Bedarf vor allem an Reifen & Schläuchen in allen Größen, Schlösser, Griffe, Ketten, Licht, Bremsklötze und Leitungen, sowie alles mögliche an Reparaturmaterial. 


Wer unsere „Radlwerkstatt“ mit noch brauchbaren Fahrrädern und auch Ersatzmaterial unterstützen möchte, ist herzlich aufgefordert sich an unseren Leiter Herrn Manfred Heidemann Tel.: 0179-4757773 zu wenden.


Liefer-Adresse:

Bayernkaserne - Radlwerkstatt

Heidemannstraße 50

80939 München



Aktueller Bericht zur Radlwerkstatt in der Süddeutschen Zeitung vom 18.08.2015:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freimann-ein-gefuehl-der-freiheit-1.2611700

Die Münchner Künstler Kooperative

Seit fast vier Jahren engagiert sich Manfred Heidemann in der Radlwerkstatt.

Eigentlich ist er Jurist.

Bild: Florian Peljak